Hockenheim

Aquadrom Hockenheim

Im Aquadrom Hockenheim soll die überschüssige Abwärme des Blockheizkraftwerks (BHWK) und die Abwärme des ganzjährig auf 30°C erwärmten Kellers des Aquadroms im oberen Grundwasserleiter gespeichert werden. Davon sollen anliegende Einrichtungen (z. B. Jugendzentrum) saisonal profitieren.

 

Projektpartner
  • Stadtwerke Hockenheim


Projektziel
  • Nutzung von Abwärme für den Winterbetrieb im Freizeitbad „Aquadrom"
  • Heizung von Jugendzentrum, Sporthalle, Kindergarten

 

Die Untersuchungen am Standort Aquadrom Hockenheim sollen Aufschluss darüber geben, ob ein Aquiferwärmespeicher (ATES) dort umsetzbar ist. Dafür wird die Hydrogeologie und Hydrochemie (u. a. Grundwasserfließgeschwindigkeit, Fließrichtung, kf-Wert) charakterisiert und die zukünftige Entwicklung der Temperaturfahne durch Wärmeinjektion über einen Brunnen beobachtet. Zusätzlich wird das Konzept der Wärmespeicherung ausgearbeitet, verbunden mit einer dauerhaften Einrichtung für das thermische Monitoring.

Für die zukünftige Einspeisung der Abwärme wurde Ende Februar 2018 ein Brunnen im Anstrombereich, unmittelbar am südlichen Ende des Aquadroms errichtet. Vorausgegangene Temperaturmessungen konnten in diesem Bereich Grundwassertemperaturen von 12 °C feststellen. Daher gilt der Anstrombereich als vom Schwimmbad thermisch unbeeinflusst. Der Brunnen weist eine Tiefe von 16 m und einen Durchmesser von 40 cm (nach dem Ausbau 20 cm) auf. Der Ausbau erfolgte über das Trockenbohrverfahren. Der Brunnen wurde mit einem Edelstahl Schlitzrohrfilter verfiltert. Die Errichtung des Brunnens wurde vor Ort begleitet.

Foto: © Stadtwerke Hockenheim

Im Rahmen der Bohrung konnten Proben des Bohrkleins gewonnen werden, die im Labor (Universität Heidelberg & EIFER) u. a. zur Bestimmung der Korngrößenverteilung analysiert werden. Zudem wurden Proben des verwendeten Filterkieses und der Tonabdichtung mitgenommen. Der Brunnen ist zunächst als Testbrunnen für die Durchführung weiterer Versuche vorgesehen und soll, falls sich der Standort als geeignet erweist, später als dauerhafter Injektionsbrunnen für die Wärme genutzt werden.

Demostandorte (Bildquelle © Hochschule Offenburg / CS)