Projekt

Den Sommer im Winter ernten

 

Die gesetzten Klimaziele können nur mit Energieeffizienz und erneuerbaren Energien erreicht werden. Der Einsatz geothermischer Wärme- und Kältenutzung und der Wärme-Speicherung kann dabei zur Reduzierung fossiler Energie beitragen.

Wir richten unsere Forschung deswegen auf den möglichst effektiven und effizienten Einsatz dieser Technologien. Was geschieht etwa mit der Wärme, die durch einfahrende Autos in einen Tunnel gelangt? In unserem Projekt arbeiten wir hier z. B. mit der Stadt Stuttgart zusammen, die diese Wärme im Rosensteintunnel durch Absorber aufgenommen und zur Heizung des Stuttgarter Zoos Wilhelma aufbereitet. In anderen Projekten kann Wärme im Sommer in wasserführenden Schichten - sogenannten Aquiferen - im Untergrund gespeichert werden und im Winter wieder abgerufen werden. Do kann man den Sommer im Winter ernten!

Projekte zur Demonstration in verschiedenen geologischen Einheiten

Neue oder einer breiteren Öffentlichkeit noch unbekannte Technologien veranschaulicht man am besten durch konkrete Projekte. Wir freuen uns deshalb über die insgesamt sechs Projekte unserer Partner, die wir wissenschaftlich begleiten können. Die Demovorhaben werden in verschiedenen geologischen Einheiten des Landes umgesetzt, um einen möglichst breiten Erkenntnisgewinn zu erzielen: In Überlingen, Bad Waldsee, Biberach, Karlsruhe, Hockenheim und Stuttgart. Dabei werden unterschiedliche ober- und untertägige Konzepte genutzt.

Zu den Demoprojekten

Doktorandenschule

Die begleitenden wissenschaftlichen Arbeiten betreffen die geologische, hydrogeologische und thermische Standorterkundung und Überwachung des Betriebs der Maßnahmen, die Modellierung des Wärmetransports im Untergrund sowie der Energieströme des Gesamtsystems und die Erfassung der technischen Machbarkeit unter Berücksichtigung der jeweiligen Gebäudetechnik für die Wirtschaftlichkeit.

Die Schwerpunkte der Forschung sind dabei: Seismisches Monitoring, saisonale Speicherung, Gebäude Heizung- und Kühlung, Frostsicherheit sowie Öffentlichkeitsbeteiligung. Bei allen Vorhaben wird auf eine transparente und dem jeweiligen Stand des Projekts angepasste Bürgerinformation großen Wert gelegt.

Zu den Publikationen

Verbundprojekt

Am Projekt GeoSpeicher.bw beteiligen sich die Universitäten Stuttgart und Heidelberg, die Fachhochschulen Biberach und Offenburg, das European Institute for Energy Research (EIFER) sowie mehrere Forschungspartner. Laufzeit: voraussichtlich Ende September 2019.

Zu den Forschungs- und Verbundpartnern


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Demostandorte (Bildquelle © Hochschule Offenburg / CS)