Publikation zu Schadensfällen

01 Jan

Publikation zu Schadensfällen

Schadensereignisanalyse von vertikalen Erdwärmepumpenanlagen in Deutschland

In den letzten Jahren sind im süddeutschen Raum einige Schadensfälle in Verbindung mit vertikalen Erdwärmepumpen (GSHP-Systemen) aufgetreten, die einen finanziellen Schaden von mehr als 100 Millionen Euro verursachten. Qualitätssicherungs- und Qualitätskontrollmaßnahmen sollten deshalb insbesondere die Optimierung von Verfüllmaterialien und den verstärkten Einsatz von Überwachungssystemen umfassen.

Das Paper beschreibt die Ursachen von neun verschiedenen Fällen ab dem Jahr 2002 und entwickelt konzeptionelle Modelle, welche die Ursachen und Auswirkungen von Schäden in Bezug auf geologische und hydrogeologische Gegebenheiten veranschaulichen.

In den meisten Fällen war die Verbindung von Grundwasserleitern durch undichte Ringraumverpressungen die Hauptursache für Schäden. Der wohl bekannteste Fall ereignete sich im Jahr 2007 im baden-württembergischen Staufen. Durch unsachgemäße Erkundung drang aufsteigendes Grundwasser in eine darüberliegende Gipskeuper-Schicht ein, infolgedessen es zu Quellprozessen im Untergrund und Bodenhebungen an der Erdoberfläche kam.

Strategien zur Risikominimierung werden benötigt

Das kritische Medienecho und die sichtbaren Schäden hatten einen nachhaltigen Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Geothermie zur Folge, infolgedessen auch der Umsatz mit vertikalen GSHP-Systemen bis 2015 zurückging.

Das Paper zeigt, dass Richtlinien zur Regelung der Installation von vertikalen GSHP-Systemen zwar in allen Bundesländern erfolgreich eingeführt wurden. Allerdings müssen weitere Strategien zur Risikominimierung entwickelt werden, um das Vertrauen der Öffentlichkeit in die GSHP-Technologie wiederherzustellen.

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(Bildquelle © Hochschule Offenburg/CS)